Tipps zum Vorkochen, Einfrieren und Aufwärmen für ältere Menschen
Mir persönlich ist es wichtig, meine Großeltern im Alltag zu unterstützen, ohne ihnen ihre Autonomie zu nehmen oder ihnen das Gefühl zu vermitteln, nicht mehr selbstständig leben zu können. Gleichzeitig kann ich aber nicht tatenlos zusehen, wie sie sich von Fertiggerichten ernähren. Das schmerzt meine professionelle Kochseele.
Während ich recherchiert und über Rezepte und Ideen nachgedacht habe, die nicht zu teuer sind, ist mir erst bewusst geworden, wie schwer ein solches Vorhaben ist.
Deshalb sind die Rezeptideen, die ich hier vorstellen werde, nicht immer zu 100 % fertig bzw. zum direkten Auftauen geeignet. Vielleicht fehlt die Beilage. In diesem Fall müssen Sie sich um die Fleischbeilage kümmern.
Erklärt am Beispiel meiner Großeltern:
Beispiel 1: Ich bereite ein Rindsgulasch zu, friere es ein und gebe es eingefroren in die Tiefkühltruhe. Meine Großeltern können dann die Beilage ihrer Wahl dazu essen. Sei es eine Semmel, Reis, Nudeln oder etwas ganz anderes.
Ich habe sie unterstützt, ihnen aber nicht alle Entscheidungen abgenommen bzw. sie bevormundet. Das bedeutet mir viel. Und sie freuen sich über eine gute Mahlzeit mit einer Beilage ihrer Wahl.
Beispiel 2: Leider sind sie nicht mehr in der Lage, sich ohne Beschwerden Spätzle zuzubereiten. Also bereite ich die Spätzle zu, friere sie ein und gebe sie ihnen mit verschiedenen Saucen, die auch zu einer Lasagne passen würden.
Ob sie Fischstäbchen mit Spätzle, Spätzle mit einem selbst gemachten Salat und Spiegelei oder Spätzle mit einer meiner Saucen essen, bleibt ihnen überlassen. Diese Autonomie will ich ihnen nie nehmen.